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Sonntag, 9. Mai 2010

Erste Erfahrungen mit 10.04

Zunnächst möchte ich mich bei den regelmässigen Blog-Lesern entschuldigen. In letzter Zeit sind neue Blog-Beiträge eher selten. Zwar gibt es durchaus Themen und Neuigkeiten, über die sich zu schreiben lohnen würde, aber mir fehlt im Augenblick die Zeit dazu. Das wird sich erst im Sommer wieder bessern. Bleiben Sie dem Blog trotzdem gewogen, wichtige News zum neuen Betriebssystem-Upgrade werden auf jeden Fall ihren Weg in den Blog finden.

Für alle, die Ubuntu 10.04 zwischenzeitlich auf einem Aspire One 531 installiert haben, eine gute Meldung: Die Tipps, die für das Anpassen des Systems auf System 9.10 veröffentlicht wurden, gelten alle auch für die Version 10.04. Sie finden den Link zu diesem Text auf der rechten Seitenleiste. Es ist der erste Link unter dem Titel Wichtige Grundlagen.

Es gibt nur geringfügige Abweichungen zum alten System. Der oben genannte Text wird in der nächsten Zeit an das neue System angepasst. Bis dahin können Sie die dort gesammelten Tipps bedenkenlos auf eine Neuinstallation von Ubuntu 10.04 anwenden. Bei einer Aktualisierung eines bestehenden System wurden diese Einstellungen sowieso übernommen.

Montag, 19. April 2010

Ubuntu One Einstellungen

Ubuntu 10.04 wird einen Einstellungsdialog für den Cloud-Dienst Ubuntu One erhalten. Bisher waren diese Einstellungen auf verschiedene Webseiten und Programme verteilt. Der Einstellungsdialog umfasst Kontoinformationen, angemeldete Geräte und Dienste. Neuerungen finden sich im Bereich Dienste.


Die Dateisynchronisation umfasst jetzt auch über den Ubuntu One Music Store gekaufte Musik und die Möglichkeit, Lesezeichen des Webbrowsers Firefox synchronisieren zu lassen. Damit hat man auf allen unter dem gleichen Konto registrierten Ubuntu-Computern (und Partitionen) synchrone Lesezeichen.

Nachdem die Lesezeichensynchronisation im Einstellungsdialog aktiviert wurde, beginnt die Sicherung der Lesezeichen mit dem nächsten Start von Firefox. Bei vielen Lesezeichen dauert das unter Umständen recht lange. Noch reicht diese Lösung nicht an etablierte Diensten wie Xmarks heran, die verschiedene Browserprogramme auf verschiedenen Plattformen mit den gleichen Lesezeichen versorgen können. Aber sehen wir erst einmal, wie sich dieser soeben eingeführte Dienst unter Ubuntu entwickelt.

Sonntag, 4. April 2010

Neues von Ubuntu 10.04

Ende des Monats wird die neue Ubuntu-Version veröffentlicht. Seit dem letzten Ausblick auf Ubuntu 10.04 ist die Beta-Version erschienen, die ständig aktualisiert wird. Zeit also, einen Blick darauf zu werfen, was sich in der Zwischenzeit getan hat.


Die zwei Erscheinungsbilder haben neue Namen: Ambiance für das mit den dunklen Titelleisten und Radiance für das Erscheinungsbild mit hellen Titelbalken.


Doch nicht nur auf die Titelleisten wirkt sich das Erscheinungsbild aus, auch das Panel und andere Systemelemente werden davon beeinflusst. Die in vielen Fenster unter der Titelleiste liegende Menüzeile erhält ebenfalls diese Farbe. Dadurch entsteht ein ungewohnt massiver Block am oberen Fensterrand. Wird das Fenster deaktiviert, dann wird jedoch nach wie vor nur die Titelleiste heller und teiltransparent, die Menüzeile bleibt vollständig eingefärbt. Eine optische Ungereimtheit.

Windows-User werden sich umgewöhnen müssen: Die Fensterbuttons sind nicht mehr auf der rechten Seite des Titelbalkens, sondern links zu finden. Für Mac-User ist das die gewohnte Position, auch wenn die Knöpfe «falsch» angeordnet sind; der Schliessknopf ist bei Ubuntu der dritte von links, bei Mac OS X der erste.

Scroll-Elemente werden weniger eckig als bisher angezeigt. Die runden Endungen wirken leichter und gefälliger. Das Gleiche gilt für Fortschrittsbalken (zweites Bild).



Jahrelang war Orange die vorherrschende Farbe für Ubuntu, das mit Version 9.10 eingeführte Braun ist ganz aus dem System verschwunden. Orange ist noch überall zu finden, etwa im Fortschrittsbalken (Bild oben) oder den Ordnern. Das könnte sich jedoch noch ändern. Denn nun ist Lila angesagt. Ob Splash Screen, Bildschirmhintergrund oder Icons für Desktop und Rechner - die Farbe ist allgegenwärtig und lässt sich nicht vollständig aus dem System verbannen. Das ist eine gewagte Farbwahl, denn diese Farbe ist modischen Schwankungen stark unterworfen. Und auch, wenn die Modewelt in diesem Sommer wieder versuchen wird, Männer in diese Farbe zu hüllen, so wird sie doch vorrangig als feminin wahrgenommen. Das dürfte bei vielen Ubuntu-Usern zu Ablehnungserscheinungen führen. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Farbe ähnlich kurzlebig sein wird wie das Braun der aktuellen Version.

Donnerstag, 4. März 2010

Ubuntu in neuem Kleid

Es sieht so aus, als dass dem Ubuntu-User mit der neuen Version 10.04 LTS mehr Umgewöhnung abverlangt werden wird, als bisher bekannt. Denn Ubuntu wird das optische Erscheinungsbild grundlegend erneuern. Und nicht nur das, auch das gesamte Firmenbranding wird erneuert, angefangen beim Ubuntu-Logo.


Das bisherige Thema Human, das in Version 9.10 bereits viele Neuerungen erfahren hat, wird nun überführt in ein neues Thema namens Light. Dieser Begriff beschreibt auch die grundlegende Philosophie hinter Ubuntu, nachzulesen in blumigen Worten im Ubuntu-Wiki: «light is beautiful, light is ethereal, light brings clarity and comfort».

Erste Screenshots des neuen Themas bieten ein durchaus angenehmes Bild. Es ist allerdings zu vermuten, dass diese Optik nicht abschliessend ist. Bis zum endgültigen Erscheinen werden wohl auch die Ordner und andere Elemente auf die neue Umgebung angepasst werden.


Das Erscheinungsbild kann durchaus gefallen und bis auf die lila Akzente erscheint es nicht so ungewohnt. Vor allem Apple-User werden viele Neuerungen als Schritt in die Richtung ansehen, die ihr System bereits seit längerem eingeschlagen hat.

Sonntag, 28. Februar 2010

Ausblick auf Ubuntu 10.04

Ende April ist es wieder soweit für eine neue Ubuntu-Version. Da die Versionsnummern der Ubuntu-Distributionen im Prinzip Datumsangaben sind, trägt die neue Version die Nummer 10.04 und den Zusatz LTS. Dieses Kürzel bedeutet Long Term Support und wird nur alle zwei Jahre an eine Ubuntu-Version vergeben. Diese wird dann erheblich länger von den Ubuntu-Entwicklern unterstützt (mindestens drei Jahre) und eignet sich für alle Anwender, die den halbjährlichen Updatezyklus als zu aufwändig empfinden. Also, egal ob Sie jedes Update mitmachen oder eher ein Aktualisierungsmuffel sind: Ubuntu 10.04 sollten Sie auf jeden Fall installieren.

Bis es soweit ist, stehen dem interessierten Anwender eine Reihe von Vorversionen zur Verfügung. Die ersten drei Versionen tragen den Alpha-Status und sind bereits erschienen. In den kommenden Wochen wird es noch zwei Beta-Versionen geben und einen Release Candidate. Je näher die Vorversion an der endgültigen Version liegt, umso ähnlicher wird sie dem Endprodukt sehen.

Die letzte Woche erschienene dritte Alpha-Version lässt also nur bedingt Schlüsse auf das endgültige Aussehen von Ubuntu 10.04 zu. Weder ist die Liste der Neuerungen vollständig noch kann garantiert werden, dass eine jetzt vorliegende Änderung auch im Endprodukt eingesetzt wird. Aber Tendenzen lassen sich bereits erkennen.

Falls Sie die Version Alpha 3 selbst ausprobieren möchten, finden Sie hier eine Datei zur Installation auf eine CD oder einen USB-Stick.

Das Erste, was auffällt, ist die Ladegeschwindigkeit des neuen Systems. Selbst von einem USB-Stick lädt Ubuntu 10.04 beeindruckend schnell. Ist das System geladen, kann man sich an die Erkundung der neuen Komponenten machen. Dabei sind Programmabstürze bei einer Alpha-Version normal; eine produktive Systemumgebung darf man hier noch nicht erwarten.


Nachdem in Ubuntu 9.10 die kleinen Panel-Icons auf der rechten Seite in dezentes Grau gehüllt wurden, bleibt in 10.04 auch das Ubuntu-Logo nicht mehr verschont und verliert im Panel seine Farben.


Unter dem Kommunikationsicon weiter rechts im Panel findet sich ein neuer Eintrag Gwibber. Dieses nunmehr standardmässig installierte Programm kümmert sich um die Dauerberieselung des Users mit Textnachrichten aus Twitter, Facebook und Konsorten. Folgerichtig befinden sich in den Systemeinstellungen neue Einträge rund um das Social Networking. Damit soll Ubuntu wohl attraktiver werden für Jugendliche und amerikanische Präsidentschaftskandidaten. Es gibt aber auch User, die hätten sich eher gewünscht, den Inhalt dieses Menüs selbst bestimmen zu können, um z.B. den Eintrag Evolution mit einem Mailprogramm ihrer Wahl auszutauschen.

Neu ist in der Grundinstallation jetzt auch ein Programm namens Pitivi enthalten. Dabei handelt es sich um einen Video-Editor, mit dem sich Filme auf dem Computer schneiden lassen.


Auch das Software Center hat neues zu bieten. Die Zahl der darin registrierten Anwendungen ist so enorm gestiegen, dass ein neues Untermenü in der linken Spalte die von Ubuntu unterstützten Anwendungen gesondert hervorhebt. Ausserdem werden besondere Programme in der Rubrik Featured vorgestellt. Systempakete können nun auch direkt im Software Center angewählt werden. Damit erübrigt sich in vielen Fällen der Gang zur Synaptic-Paketverwaltung. Da dies aber auch zur Verwirrung weniger versierter User beitragen könnte, ist es fraglich, ob dieser Eintrag bis zur endgültigen Veröffentlichung bestehen bleibt.


Zu guter Letzt noch eine kleine, aber feine Verbesserung im Dateimanager. Dieser kann jetzt auch zwei Verzeichnisse in einem Fenster anzeigen. Das Kopieren und Einsetzen wird so wesentlich erleichtert, man spart sich den Umweg über mehrere Fenster oder Tabs.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Ubuntu 9.10 beta

Anfang Oktober wurde die Beta-Version der kommenden Ubuntu-Version 9.10 veröffentlicht. Nach mehreren Alpha-Versionen ist dies ein bedeutender Meilenstein. Bis zur definitiven Version, die Ende des Monats erscheint, wird sich gegenüber der Beta-Version nicht mehr viel ändern. Einige kleinere Bugs werden vermutlich noch bereinigt und die fehlenden Übersetzungen eingepflegt werden.

Die augenfälligste Änderung gegenüber den bisherigen Versionen liegt im Erscheinungsbild. Schon bei der Systeminstallation zeigt sich der hellere Bildschirmhintergrund in Ubuntu 9.10. Im Kontrast dazu sind die Fensterbalken jetzt wesentlich dunkler gehalten. Nicht mehr orange, sondern satte Brauntöne dominieren nun in den Fensterelementen. Während der Installation wird der Benutzer mit Informationen zum neuen System unterhalten.


Am folgenden Bildschirmfoto lässt sich die neue Farbgestaltung der Fensterauszeichnung erkennen: Titel, Fortschritts- und Scrollbalken in unterschiedlichen Brauntönen.


Praktisch alle Icons wurden gründlich überarbeitet. Der Ubuntu Software Store heisst jetzt Ubuntu Software Center und nimmt den Platz der Applikation Anwendungen hinzufügen/entfernen ein, die aber in der Systemverwaltung noch zur Verfügung steht.



Die Icons der Leistenobjekte wurden ebenfalls neu gestaltet, die bisherige Farbvielfalt weicht einem zurückhaltenden grau. Die Mitteilungsfelder gefallen durch eine ebenfalls zurückhaltendere Gestaltung und weniger Platzverbrauch. Dialogboxen sind allgemein noch auskunftsfreudiger als bisher, wie das folgende Beispiel zeigt.


Die neue Kennzeichnung der Standard-Ordner im Benutzerverzeichnis ist weit augenfälliger als in den bisherigen Alpha-Versionen. Sie können bis zu 400% vergrössert werden und stellen dabei je nach Vergrösserungsstufe weitere Informationen dar.




Die finale Version von Ubuntu 9.10 erscheint am 29. Oktober.

Dienstag, 22. September 2009

Ubuntu Software Store

Wie im Artikel Ausblick auf Ubuntu 9.10 beschrieben, wird das zukünftige Ubuntu über eine Software Store genannte Applikation verfügen. In der Version Alpha 5 war davon noch nichts zu sehen. Die neueste Testversion Alpha 6 dagegen enthält den Software Store, so dass wir jetzt schon einmal einen Blick darauf werfen können.

Der Software Store ist im Wesentlichen ein Ersatz für die Applikation Anwendungen hinzufügen/entfernen. Er ist an prominenter Stelle im Menü System untergebracht. Die Benutzeroberfläche erinnert stark an einen Dateibrowser und verfügt jetzt auch über ein Menü, in dem sich z.B. auswählen lässt, ob nur die von Canonical bereitgestellten Anwendungen angezeigt werden sollen oder alle verfügbaren Anwendungen. Auch die Verwaltung der Quellen lässt sich über einen Menüeintrag erreichen. Von einer Integration weiterer bisher über das System verstreuter Installationsprogramme wie der Synaptic-Paketverwaltung oder dem Rechner-Hausmeister, ist bisher im Software Store nichts zu sehen.


Nach der Auswahl einer Kategorie erhält man wie gewohnt eine Liste von Applikationen. Zu jedem Programm lässt sich eine Detailansicht auswählen. Nicht installierte Programme werden durch einen farbigen Hintergrund hervorgehoben. Schaltflächen für die Installation und ggf. zur Website der Entwickler schliessen die Programmbeschreibung ab. Von Canonical bereitgestellte Software enthält ausserdem einen Hinweis auf die garantierte Unterstützungsdauer.


Bereits installierte Software wird durch einen hellen Bildschirmhintergrund und ein Häkchen auf dem Icon hervorgehoben. In beiden Fällen wird der Text zur Beschreibung der Software durch ein grosses Icon und einen Screenshot ergänzt. Letzterer erscheint nur bei aktiver Internet-Verbindung. Die einzige Schaltfläche bei installierten Programmen ist die zum Entfernen des Programms.

Samstag, 5. September 2009

Ausblick auf Ubuntu 9.10

Am 29. Oktober wird die neue Version von Ubuntu mit der Versionsnummer 9.10 veröffentlicht. Schon jetzt gibt es sogenannte Alpha-Versionen zum Testen, die aktuellste ist Alpha 5 von Anfang September. Bis zum endgültigen Erscheinen der Systemaktualisierung wird es noch eine Alpha- und eine Beta-Version geben.

Wer einen ersten Blick riskieren möchte, kann sich die aktuelle Alpha-Version hier herunterladen. Das heruntergeladene Disk-Image kann man bequem mit dem USB-Startmedien-Ersteller aus dem Menü Systemverwaltung auf einen USB-Stick installieren. Eine Installation über das aktuelle Ubuntu-System empfiehlt sich dagegen erst, wenn die endgültige Fassung erschienen ist.

Ein grundlegendes Umdenken im Umgang mit Ubuntu wird dem Nutzer der neuen Version nicht abverlangt. Die äusserlich sichtbaren Änderungen sind behutsam. Im Inneren des Systems hat sich dagegen mehr getan; Stichworte wie Ext4, HAL und Grub mögen aber nur Fachleute interessieren. Für den Nutzer ist das Funktionieren des Systems wichtig.

Es wurde weiter am optischen Erscheinungsbild gefeilt. Zwischen dem Einloggen und dem Aufbau des Desktops muss der Ubuntu-Nutzer nicht mehr auf ein schwarzes Loch starren, sondern wird mit einem animierten Bildschirm unterhalten. Die Standard-Ordner im Benutzerverzeichnis sind nun mit kleinen Labels gekennzeichnet, die auf deren gedachten Inhalt hinweisen.


Manche Programme erhalten neue Icons und verbesserte Funktionen. So wartet der Rechner-Hausmeister in Ubuntu 9.10 mit einer mehrspaltigen Ansicht auf, in dem sich das Entfernen und das Zurückstellen von überflüssigen Komponenten noch besser erledigen lässt. Der Netzwerk-Manager funktioniert jetzt auch auf Systemen, die unter Ubuntu 9.04 noch auf wicd zurückgreifen mussten. Dabei muss das Funknetzwerk zu Anfang aktiviert werden und schon klappt die Verbindung.

Es gibt auch neue Programme in Ubuntu 9.10. Empathy ersetzt den bisherigen Instant-Messenger Pidgin. Der Online-Dienst Ubuntu One wird standardmässig in das System integriert. Nützlich ist die neue Laufwerksverwaltung, die nicht nur genaue Informationen über die vorhandenen Laufwerke gibt, sondern auch Prüfroutinen und Bearbeitungsfunktionen zur Verfügung stellt.


Der neue Software Store von Ubuntu ist noch nicht in der Alpha-Version vorhanden, wird aber bis zum Erscheinen der Version 9.10 verfügbar sein. Der Name scheint etwas unglücklich gewählt, denn hierbei handelt es sich nicht um einen Kaufdienst für Programme. Vielmehr soll der Software Store alle bisher im System verteilten Mechanismen zum Aufspielen und Verwalten der Programme vereinen: Hinzufügen/Entfernen, Aktualisierungsverwaltung, Synaptic-Paketverwaltung, Rechner-Hausmeister und Software-Quellen. All diese Einzelprogramme werden zumindest in der Version 9.10 erhalten bleiben. Eine Zusammenführung in einem einzigen Programm macht allerdings Sinn. Und ja: Programme aus den Ubuntu Software-Quellen bleiben kostenlos.

Donnerstag, 27. August 2009

Tiefkühl-Software

Immer, wenn eine neue Version von Ubuntu erscheint, werden die darin enthaltenen Programme eingefroren. Das bedeutet, dass über die Aktualisierungs-Verwaltung lediglich Funktions-Updates von Programmen und Komponenten in das System gelangen. Vollständige Versionssprünge der enthaltenen Programme gibt es jedoch nicht.

Dieses Verhalten macht Sinn. Zum Einen wird sicher gestellt, dass die in der Grundinstallation enthaltenen Programme optimal mit dem System zusammen arbeiten, zum Anderen wird Ubuntu sowieso zwei mal jährlich neu aufgelegt. Ubuntu-Versionsnummern sind Datumsangaben, die aktuelle Version 9.04 erschien Ende April 2009, die nächste Version wird 9.10 sein, die am 29. Oktober 2009 erscheinen soll und die 11. Version von Ubuntu darstellt.

Bis dahin müssen Sie sich also gedulden, um z.B. Firefox in der neuen Version 3.5 unter Ubuntu verwenden zu können. Natürlich können Sie die gewünschte neue Version einer Software auch von Fremdquellen installieren und so die eingefrorenen Versionsnummern in Ubuntu umgehen. Dies ist jedoch nicht immer von Erfolg gekrönt. So funktioniert z.B. die in den Quellen von Ubuntu enthaltene Version 1.5.9 des Netzwerkmanagers wicd tadellos auf einem Aspire One 531, die neueste Version 1.6.2 versagt jedoch auf dieser Hardware ihren Dienst.

Sie sehen: Es lohnt sich unter Umständen, geduldig auf eine neue Ubuntu-Version zu warten, statt jede Software aus fremden Quellen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Schliesslich bedeutet dies nicht, dass die Ubuntu-Programmierer nach dem Erscheinen einer Version untätig bleiben. Fast täglich werden über die Aktualisierungs-Verwaltung neue Updates angeboten, von einzelnen Komponenten bis hin zu kompletten Kernel-Updates.

Sonntag, 12. Juli 2009

Warum Ubuntu Linux?

Da haben Sie nun ein schönes, neues Netbook gekauft und vorinstalliert ist fast immer Windows XP. Ein Methusalem von Betriebssystem, erschienen 2001 und gleichzeitig ein weltweit anerkannter Virenfänger. Vielleicht sind Sie genervt von den ständig aufpoppenden Hinweisen der Taskleiste. Oder von den umständlichen Dialogboxen, die immer nachfragen müssen, ob Sie wirklich das wollen, was Sie gerade angeklickt haben. Oder von den teuren Antiviren-Abonnements, die das Betriebssystem für unerlässlich hält. Vielleicht wollten Sie grundsätzlich kein Windows, aber der Markt liess Ihnen keine Wahl.

Aber warum sollten Sie Ubuntu Linux installieren? Eigentlich sind das zwei Fragen, denn Ubuntu und Linux sind getrennte Begriffe. Ubuntu ist eine Linux-Distribution unter vielen.

Linux ist kein komplettes Betriebssystem, sondern ein sogenannter Betriebssystemkern. Der Kern kümmert sich, grob gesagt, um die systeminternen Abläufe und die Kommunikation der Hardwarekomponenten. Damit ist er zentraler Bestandteil eines Betriebssystems. Linux wird laufend aktualisiert. Es ist eine quelloffene Software, das heisst, jeder kann und darf Linux nach seinen Wünschen und für seinen Gebrauch anpassen. Daher gibt es neben dem offiziellen Linux-Kern auch für spezifische Aufgaben angepasste Linux-Versionen.

Ein komplettes Betriebssystem besteht nicht nur aus dem Kern. Es bedarf im Weiteren zumindest einiger Programme zur Systemsteuerung und natürlich einer Benutzeroberfläche. Eine komplette Zusammenstellung nennt sich Distribution. Wer eine quelloffene Software (wie hier den Kern) als Teil seiner Programmierung verwendet, ist ebenfalls verpflichtet, das Ergebnis daraus als offenen Quellcode zur individuellen Weiterverarbeitung zu veröffentlichen. Der für Benutzer und Nichtprogrammierer angenehme Nebeneffekt aus dieser Open Source Philosophie ist, dass fast alle Programme und sogar komplette Distributionen kostenlos sind und von einer weltweit zusammen agierenden Entwicklergemeinde voran getrieben werden.

Ubuntu ist die seit Jahren beliebteste Linux-Distribution. Sie beinhaltet neben dem Betriebssystem auch weitere Programme vom Media-Player bis hin zur vollständigen Office-Suite. Ubuntu ist komplett gratis und legal aus dem Internet zu beziehen und wird regelmässig aktualisiert. Alle wichtigen Linux-Programme stehen in Versionen für Ubuntu zur Verfügung.

Zwei Mal im Jahr erfährt Ubuntu eine Versionsaktualisierung, in der Regel im April und im Oktober. Ubuntu-Versionsnummern sind daher Datumsangaben: Die aktuelle Version ist 9.04, erschienen im April 2009. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung kann man Ubuntu verwenden, ohne jemals zum Terminal greifen zu müssen, in welchem direkte Befehle an das System eingetippt werden. Ubuntu ist intuitiv und komplett innerhalb der grafischen Benutzeroberfläche zu verwenden. Gerade ehemalige Windows-User werden sich wundern, wie leicht sich Ubuntu verwenden lässt und wie wenig es den Benutzer zu gängeln versucht. Natürlich ist jede Umstellung auf ein neues Betriebssystem mit einem gewissen Lernaufwand verbunden.

Zu guter Letzt ist Ubuntu auch auf weniger leistungsfähiger Hardware zufriedenstellend schnell. Das trifft allerdings auf fast alle Linux-Distributionen zu und ist natürlich für Netbook-Besitzer ein besonders interessanter Aspekt.

Also, wagen Sie den Schritt und installieren Sie Ubuntu auf Ihrem Netbook! Dieser Blog wird Sie auf dem Weg zu einer hoffentlich positiveren Betriebssystemerfahrung begleiten.

Links und Quellen

Manche der Tipps in diesem Blog stammen von anderen Websites. Aber auch deren Autoren greifen auf externe Quellen zurück, so dass es schwierig ist, den genauen Urheber zu einem bestimmten Text in Erfahrung zu bringen.

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der Hauptquellen des Blog-Autors und gleichzeitig eine nützliche Linksammlung rund um die Themen Ubuntu und Aspire One:

Ubuntu und Linux allgemein
  • ubuntuusers
    Deutschsprachige Website rund um Ubuntu. Mit ausführlichem Wiki und Forum.
  • Softpedia
    News und Testberichte rund um Linux (Programme + Distributionen).
  • GnomeFiles
    Sammlung von Programmen für die Ubuntu-Benutzeroberfläche Gnome.
  • Gnome-Look
    Sammlung von Erweiterungen für die Ubuntu-Benutzeroberfläche Gnome.
Hardwarespezifische Systemanpassungen*
Benutzerforen für den Aspire One*
* Achtung: Wenn in diesen Sites vom Aspire One die Rede ist, so ist zumeist das erste Modell A110/A150 gemeint. Nicht alle Hinweise lassen sich auf die unterschiedliche Hardware der bisher drei Nachfolgemodelle anwenden.