Freitag, 28. August 2009

Aktualisierungs-Warnung

Falls Sie Songbird, den Mozilla-Musicplayer, verwenden und in Ubuntu Tweak die Installation der Eingeschränkten Extras für Ubuntu aktiviert haben, kann es zu einem Konflikt kommen. Die Aktualisierungsverwaltung wird Ihnen in diesen Tagen Updates für die Komponente gstreamer vorschlagen. Wenn Sie diese Aktualisierungen installieren, startet Songbird unter Umständen nicht mehr. Machen Sie ein komplettes Backup Ihres Systems vor der Aktualisierung; das ist der einfachste Weg, um im Fall der Fälle wieder zum vorherigen Zustand zurück kehren zu können.

Donnerstag, 27. August 2009

Tiefkühl-Software

Immer, wenn eine neue Version von Ubuntu erscheint, werden die darin enthaltenen Programme eingefroren. Das bedeutet, dass über die Aktualisierungs-Verwaltung lediglich Funktions-Updates von Programmen und Komponenten in das System gelangen. Vollständige Versionssprünge der enthaltenen Programme gibt es jedoch nicht.

Dieses Verhalten macht Sinn. Zum Einen wird sicher gestellt, dass die in der Grundinstallation enthaltenen Programme optimal mit dem System zusammen arbeiten, zum Anderen wird Ubuntu sowieso zwei mal jährlich neu aufgelegt. Ubuntu-Versionsnummern sind Datumsangaben, die aktuelle Version 9.04 erschien Ende April 2009, die nächste Version wird 9.10 sein, die am 29. Oktober 2009 erscheinen soll und die 11. Version von Ubuntu darstellt.

Bis dahin müssen Sie sich also gedulden, um z.B. Firefox in der neuen Version 3.5 unter Ubuntu verwenden zu können. Natürlich können Sie die gewünschte neue Version einer Software auch von Fremdquellen installieren und so die eingefrorenen Versionsnummern in Ubuntu umgehen. Dies ist jedoch nicht immer von Erfolg gekrönt. So funktioniert z.B. die in den Quellen von Ubuntu enthaltene Version 1.5.9 des Netzwerkmanagers wicd tadellos auf einem Aspire One 531, die neueste Version 1.6.2 versagt jedoch auf dieser Hardware ihren Dienst.

Sie sehen: Es lohnt sich unter Umständen, geduldig auf eine neue Ubuntu-Version zu warten, statt jede Software aus fremden Quellen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Schliesslich bedeutet dies nicht, dass die Ubuntu-Programmierer nach dem Erscheinen einer Version untätig bleiben. Fast täglich werden über die Aktualisierungs-Verwaltung neue Updates angeboten, von einzelnen Komponenten bis hin zu kompletten Kernel-Updates.

Mittwoch, 26. August 2009

KDE ausprobieren

Das Stichwort KDE ist in diesem Blog schon mehrmals gefallen. Es handelt sich um eine bekannte Benutzeroberfläche. So setzt z.B. Kubuntu KDE statt der in Ubuntu verwendeten Oberfläche (Gnome) ein. Falls Sie bereits ein KDE-Programm wie etwa DigiKam installiert haben und darüber hinaus vielleicht sogar die KDE-Systemsettings, dann haben Sie bereits alle Möglichkeiten an Bord, um das Standard-Ubuntu unter KDE zu starten.

Am Sichersten ist es, wenn man zunächst über Systemverwaltung > Benutzer und Gruppen einen neuen Benutzer anlegt. Damit vermeidet man, dass die eigene Benutzeroberfläche, z.B. die Position von Screenlets, vom Umstieg auf KDE durcheinander gebracht wird.

Auch der neue Benutzer wird zunächst die Gnome-Oberfläche verwenden. Aber verweilen Sie einmal beim Anmeldefenster -vor der Passworteingabe- des neuen Benutzers. Dort gibt es unten links ein Menü Einstellungen. Klicken Sie darauf und aktivieren Sie Sitzung wählen. In dem Fenster, das sich öffnet, können Sie als Sitzungsumgebung KDE auswählen. Jetzt können Sie KDE ausprobieren, ohne ein neues System auf Ihrem Computer installieren zu müssen.

Dienstag, 25. August 2009

Fenster über die Leiste verschieben

Wie man grosse Fenster verschieben kann, wurde bereits in diesem Blog beschrieben: Klicken Sie einfach mit gedrückter Alt-Taste in ein Fenster, um es über den Bildschirmrand hinaus zu verschieben. Das ist gerade auf einem Netbook nützlich, denn immer wieder kommt es vor, dass ein Einstellungsfenster zu gross ist.

Allerdings werden Sie feststellen, dass unter Ubuntu mit installiertem Compiz Fusion der obere Bildschirmrand mit der Leiste (Panel) eine feste Grenze darstellt. Das Fenster kann nicht über diese Grenze hinaus verschoben werden, es sei denn, Sie blenden die Leiste aus.

Diese Beschränkung lässt sich jedoch aufheben. Kopieren Sie die folgende Code-Zeile, rufen Sie Run mit der Tastenkombination Alt-F2 auf und fügen Sie den kopierten Text in das Textfeld ein. Klicken Sie dann auf den Knopf Ausführen.

gconftool --set --type=bool /apps/compiz/plugins/move/allscreens/options/constrain_y false

Achtung, es handelt sich hierbei um eine einzige Befehlszeile!

Anschliessend können Sie ein Fenster mit gedrückter Alt-Taste auch über den oberen Bildschirmrand hinaus verschieben.

Montag, 24. August 2009

Zugriffsrechte auf externen Medien anpassen


Das Linux-Rechtemanagement kann Ihnen u.U. den Zugriff auf ein externes Medium verweigern, obwohl Sie der einzige Benutzer dieses Mediums sind. Im Beitrag Festplatten-Backup wurde eine externe Festplatte unter Root-Rechten formatiert. Sie haben daher keine Möglichkeit, auf dieser Festplatte z.B. einen neuen Ordner für die tägliche Datensicherung anzulegen.

Das lässt sich jedoch leicht ändern, sofern Sie das Skript Als root durchsuchen im Datei-Browser installiert haben. Mit diesem Skript öffnen Sie ein neues Fenster im Datei-Browser, in welchem Sie als Superuser agieren. Klicken Sie auf das Lesezeichen Dateisystem und öffnen Sie den Ordner media. Suchen Sie darin den Ordner, der den gleichen Namen wie die externe Festplatte trägt und rufen Sie mit einem rechten Mausklick darauf die Eigenschaften dieses Ordners auf.


Wählen Sie Dateien erstellen und löschen für alle Benutzer (Andere). Verzichten Sie darauf, diese Rechte auf bereits enthaltene Dateien zu übertragen. Damit bleiben die bereits auf der Festplatte enthaltenen Daten geschützt. Schliessen Sie das Fenster und auch das Root-Fenster im Dateimanager. Jetzt können Sie die Festplatte wie gewohnt öffnen und z.B. einen neuen Ordner anlegen, um darin neue Daten mit normalen Benutzerrechten zu speichern.