Dienstag, 18. August 2009

Festplatten-Backup

Die ersten drei Grundregeln im Umgang mit einem Computer sind:
  1. Regelmässig Daten sichern
  2. Regelmässig Daten sichern
  3. Regelmässig Daten sichern
In den Software-Quellen von Ubuntu finden sich einige Programme, die dazu geeignet sind. Meistens zielen sie auf eine Sicherung der Daten im Benutzerverzeichnis, was vernünftig ist. In bestimmten Situationen, z.B. einer missglückten Systeminstallation, wünscht man sich jedoch, den kompletten Festplatteninhalt wieder auf einen früheren Stand bringen zu können.

Eine solche Lösung bietet das Acer Aspire One Backup von macles*. Es wurde ursprünglich entwickelt, um die 8 GB grosse SSD des ersten Aspire One auf einen USB-Stick zu sichern, aber das Programm funktioniert auch mit anderen Systemen. Die Marke, der Massenspeicher und sogar das zu sichernde System sind dabei egal.

Diese Backup-Lösung formatiert ein externes Medium mit einem speziellen Linux-System, dessen Hauptbildschirm nur zwei Optionen zeigt: Backup (Daten sichern) und Restore (Daten wiederherstellen). Es sichert die komplette Festplatte, also auch darauf befindliche Partitionen von Nicht-Linux-Systemen wie Windows. Die zu speichernden Daten werden komprimiert, so dass die Sicherungsdateien insgesamt kleiner sind als der auf der internen Festplatte bereits verbrauchte Platz.

Die externe Festplatte, die fortan als Sicherungsmedium dienen soll, muss also nicht unbedingt gleich gross sein, wie die interne Festplatte, die gesichert werden soll. Allerdings sollte sie leer sein und in Zukunft nur noch für Backup-Zwecke verwendet werden.

In macles* Blog wird die Installation via Terminal beschrieben, aber es geht auch einfacher. Klicken Sie auf diesen Link und speichern Sie die Datei. Anschliessend können Sie sie in ein Verzeichnis Ihrer Wahl verschieben.


Das herunter geladene Programm dient nur dazu, das Backup-Medium vorzubereiten. Es muss allerdings zuerst als ausführbares Programm definiert werden, denn diese Option ist bei Downloads unter Linux aus Sicherheitsgründen (Virenschutz) deaktiviert. Klicken Sie dazu im Datei-Browser mit der rechten Maustaste auf die heruntergeladene Datei und wählen Sie den Eintrag Eigenschaften. Unter dem Reiter Zugriffsrechte setzen Sie ein Häkchen vor den Eintrag Datei als Programm ausführen.

Bevor Sie das Programm starten, schliessen Sie die externe Festplatte an.

Sie müssen keine Optionen auswählen, achten Sie aber darauf, dass in der letzten Zeile auch wirklich das externe Laufwerk ausgewählt wurde. Ist das der Fall, klicken Sie auf OK und lassen die Backup-Lösung installieren.

Nach der Installation schliessen Sie das Programm und starten Sie Ihr Netbook neu. Damit es von der externen Festplatte gestartet wird, müssen Sie ggf. das Boot-Menü entsprechend einrichten. Bei den meisten Netbooks drücken Sie dazu die Taste F2, während das Herstellerlogo erscheint und stellen dann die Bootreihenfolge so ein, dass ein externes USB-Medium bevorzugt wird. Nähere Informationen erhalten Sie im Handbuch Ihres Netbooks.

Backup oder Restore werden also ausgelöst, sobald der Computer von der dafür vorbereiteten Festplatte aus gestartet wird. Ein komplettes Festplattenbackup benötigt Zeit, rechnen Sie je nach Füllgrad des internen Massenspeichers eine bis zwei Stunden ein. Erstellen Sie mindestens ein mal pro Woche ein neues Backup. Vor einer grösseren Systeminstallation sollten Sie immer ein frisches Backup machen.

Kommentare:

  1. Aufgepasst:
    Wann man die Festplatte neu formatiert dann mit EXT2. Mit EXT3 gehts nicht.

    Leider ist das Programm auch nicht mit ein AMD64 Prozessor verwendbar.

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  2. Na ja, Journaling auf einem reinen Backup-Medium wäre auch nicht sehr sinnvoll, oder? Mir ist noch gar nicht der Gedanke gekommen, ein Backup-Medium mit Ext3 zu formatieren ...

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